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Ausführlich erklärt Abwasseraufbereitung

Abwasser wird überall verursacht: in jedem privaten Haushalt, aber auch in jedem gewerblichen und produzierenden Unternehmen. Es gilt, sowohl häusliches Abwasser als auch Produktionsabwasser mithilfe von geeigneten Verfahren wiederaufzubereiten, um es über die Kanalisation in Kläranlagen oder direkt in natürliche Gewässer leiten zu dürfen. Denn für die Abwasserbehandlung gibt es hierzulande gesetzliche Vorgaben sowie Einleitbedingungen zum Reinheitsgrad des Abwassers.

Diese Regeln dienen dazu, unsere Umwelt möglichst wenig zu belasten und uns Menschen vor Krankheiten zu schützen. Außerdem wird aufbereitetes Abwasser dem Wasserkreislauf wieder zurückgeführt und kann somit wiederverwendet werden. Neben diesem ökologischen Faktor ist für Unternehmen mit großem Abwasseraufkommen die Abwasseraufbereitung vor allem ökonomisch reizvoll, weil dadurch Abwassergebühren reduziert werden.

Abwasser Abwasserarten

Unter Abwasser versteht man alles abfließende Schmutzwasser, also im häuslichen, landwirtschaftlichen oder industriellen Gebrauch verunreinigte Nutzwasser. Im häuslichen Bereich entsteht beispielsweise beim Duschen, WC-Spülen, Wäschewaschen oder Geschirrspülen Abwasser. Bei produzierenden und gewerblichen Unternehmen fallen darüber hinaus weitere Abwasserarten an. Unterschieden wird in erster Linie zwischen kommunalem und industriellem Abwasser.

Kommunales Abwasser

Kommunales Abwasser, also überwiegend häusliches Abwasser mit Fäkalien, Reinigungsmitteln oder Speiseresten wird in öffentlichen Abwasserbehandlungsanlagen behandelt und wiederaufbereitet.

Industrielles Abwasser

Industrielles Abwasser kann einen hohen Anteil schwer abbaubarer Schadstoffe enthalten. Um diese Schadstoffe, wie beispielsweise organische und mineralische Verunreinigungen oder sogar Schwermetalle, sicher zu entfernen, sind spezielle Verfahren und Abwasserbehandlungsanlagen nötig. Erst nach dieser Abwasserreinigung darf das Wasser in ein Gewässer oder in die Kanalisation geleitet werden.

Anwendungsbeispiele Industrielle Abwasseraufbereitung

Beispiel 1: Was Schmutzfangmatten mit Abwasseraufbereitung zu tun haben? Eine ganze Menge. Denn in vielen Kaufhäusern oder Hotels wird Tag für Tag eine Menge Schmutz in den Matten aufgefangen. Und so wird das Abwasser nach der Schmutzfangmatten-Wäsche gereinigt: Abwasserreinigung mit Endlosbandfilter bei der Reinigung von Schmutzfangmatten

Beispiel 2: In der Gastronomie fällt Abwasser an, das unter anderem mit Ölen bzw. Fetten belastet ist. Dieses Abwasser muss aufbereitet werden, bevor es in die öffentliche Kanalisation weitergeleitet wird. Sogenannte Fettabscheider sorgen dafür, dass die Öle/Fette abgetrennt werden. Mit einer Aufbereitungsanlage für Abwasser aus Fettabscheidern und Gruben bietet Leiblein eine geeignete Lösung zur Abwasseraufbereitung.

Beispiel 3: Bei der Lebensmittelproduktion, wie zum Beispiel bei der Weizenstärkeherstellung, wird das Abwasser mit einer mechanischen Filteranlage gereinigt.

Beispiel 4: In der Automobilindustrie fällt Abwasser zum Beispiel bei den Lackierstraßen an. Zentrale Abwasserreinigungsanlagen sorgen dafür, dass das mit Lackrückständen verunreinigte Wasser wiederaufbereitet wird. Die Firma Leiblein unterstützte erfolgreich bei der Sanierung einer solchen Abwasserreinigungsanlage.

Verfahren Geeignete Techniken zur Abwasseraufbereitung

Je nachdem, welche Abwasserart vorliegt, kommen bei der Abwasseraufbereitung chemisch-physikalische sowie biologische Verfahren zum Einsatz.

Biologische Industrieabwasserreinigung 

Um die Schadstoffe im Abwasser auf biologische Weise abzubauen, werden Mikroorganismen eingesetzt. Dabei kommen sowohl aerobe (mit Luft- bzw. Sauerstoffzugabe) als auch anaerobe (unter Sauerstoffausschluss) Verfahren oder Kombinationen der beiden zum Einsatz.

Chemisch-physikalische Abwasserreinigung 

Bei chemisch-physikalischen Verfahren der Abwasserreinigung wird das Abwasser unter Ausnutzung chemisch-physikalischer Prozesse gereinigt. Um Festes vom Flüssigen zu trennen, werden mechanische Separatoren eingesetzt. Bei diesem Verfahren werden gelöste Stoffe mithilfe von Fällungsmitteln abgetrennt. Die dabei entstehenden Mikroflocken lassen sich mit sogenannten Flockungsmitteln ausflocken und leicht abtrennen.

Ist das Abwasser stark verschmutzt oder die Abwassermenge sehr groß, bieten sich verschiedene mechanische Trennverfahren an:

Erklärer

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