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Waschwasseraufbereitung und Schlammentwässerung Wasseraufbereitung in der Kies- und Sandindustrie

Kies und Sand werden überwiegend in der Baubranche benötigt. Die steigenden Anforderungen an die Reinheit von Baustoffen erfordern das Waschen von Kies, Sand, Splitt und Baustoffrecyclingmaterial. In Ihrem natürlichen Zustand sind diese mit Störstoffen wie Lehme, Schluffe, feine Teile, Holz und Kohle verunreinigt. Das zum Waschen eingesetzte Wasser wird mit den Störstoffen belastet. Um das Waschwasser mehrfach verwenden zu können, muss es gereinigt werden. 

Herkömmliche Waschwasseraufbereitung

Bei der herkömmlichen Lösung fließt das verschmutzte Wasser in einen Absetzteich, wo die groben Verschmutzungen sedimentieren. Ein Teil des Wassers wird wieder für die Waschung verwendet, der andere Teil ist Abwasser und muss entsorgt werden. Außerdem muss der Absetzteich regelmäßig mit großem Aufwand ausgebaggert werden.

Kostengünstige und effiziente Waschwasseraufbereitung und Schlammentwässerung

Der Schrägklärer oder auch Lamellenklärer  von Leiblein bietet eine kostengünstige, platzsparende und effiziente Alternative zur Waschwasseraufbereitung. Die Feststoffe setzen sich innerhalb der Lamellenpakete ab und werden im Schlammtrichter gesammelt. Das Klarwasser wird wieder in den Waschprozess zurückgeführt. Um den Klarwasseranteil zu erhöhen können die sedimentierten Feststoffe mit Hilfe des Leiblein Vakuumbandfilters  noch weiter entwässert werden.  Der Vakuumbandfilter ist eine kostengünstige und platzsparende Alternative zu den häufig eingesetzten Kammerfilterpressen.

Pilotanlagen von Leiblein

Unsere Produkte stehen Ihnen als Mietgeräte zur Durchführung von Pilotversuchen zur Verfügung. Aufgrund unseres umfangreichen Mietparks können wir Ihnen individuell für Ihre Aufgabenstellung komplette Testanlagen zusammenstellen.

Vielfältige Anwendungen Referenzen

Leiblein Wasseraufbereitungsanlage im Kieswerk im österreichischen Hochgebirge
Das Projekt

Im österreichischen Bundesland Vorarlberg entsteht derzeit das zweitgrößte Kraftwerk des Energieversorgers Vorarlberger Illwerke AG. Eine umweltverträgliche Ergänzung erfolgt durch die integrierte Wasseraufbereitungsanlage. Mit diesem Anlagenmodul vom Filterspezialisten Leiblein wird das anfallende Prozesswasser für das Waschen des Gesteins gereinigt und wiederverwendet. Nach Reinigung des Abwassers aus der Kies- und Sandwäsche wird das Prozesswasser wieder in den Kreislauf zurückgeführt und anschließend der anfallende Dünnschlamm zu einem trockenen Material abgepresst. Um diese Anforderungen erfüllen zu können, setzen die Leiblein-Techniker einen Schrägklärer Typ SK 300 sowie eine Kammerfilterpresse ein.

Impressionen

Inbetriebnahme
2017

Auftraggeber
Vorarlberger Illwerke AG

Nassaufbereitung von Kies und Sand bei minimalem Frischwasserbedarf
Das Projekt

Bei Firma Zwisler in Tettnang, nur wenige Kilometer vom Bodensee entfernt, wurde eine moderne Aufbereitungsanlage für die Gewinnung von Kies und Sand errichtet. Da hier Produkte von hoher Qualität hergestellt werden, musste eine mehrstufige Anlage mit Nassaufbereitung erstellt werden.

Die natürlichen Wasservorkommen sind hier sehr gering. Ebenso ist kein Klärteich vorhanden. So wurde eine Technik zur Nassaufbereitung gewählt, die mit nur wenig Wasser gute Waschergebnisse erzielt. Die Anlage für das Wasserrecycling sollte kompakt, zuverlässig, sparsam und sogleich preiswert sein. Aus diesen Gründen entschied man sich für eine Wasser-Recycling-Anlage der Firma Leiblein.

Impressionen
Funktionsbeschreibung

Das Waschwasser aus der Anlage zur Nassaufbereitung fließt mit freiem Gefälle über eine statische Mischrinne in einen Lamellenabscheider. Zuvor wird ein Flockungshilfsmittel dosiert. Das geflockte Wasser strömt schonend in den Mittelkanal des Lamellenabscheiders und gelangt in den Trichterbereich. Bei der anschließenden Aufwärtsströmung passiert das Abwasser die Lamellenpakete, in denen die Flocken abgetrennt werden. Das gereinigte Wasser verlässt den Lamellenabscheider in ausgesprochen klarer Qualität. Es fließt mit Gefälle in einen Bodentank und wird von hier aus gleich wieder in der Nassaufbereitung verwendet.

Das Polymer wird mit einer automatischen Dreikammer-Ansetz- und Dosieranlage angesetzt, die sich in einem 24-Fuß-Standard-Container befindet. Um das Sediment aus dem Lamellenabscheider möglichst trocken abführen zu können, wird der Schlammabzug mit einer automatischen Schlammpegelmessung gesteuert. Das in der Nacheindickung des Sedimentes freiwerdende Wasser kann ebenfalls zurückgewonnen werden.

Bei dieser Anlage wird gezeigt, wie auch mit wenig Wasser eine hochwertige Nassaufbereitung betrieben werden kann.

Inbetriebnahme
2003

Auftraggeber
Zwisler GmbH

Bahnschotter Waschwasser-Aufbereitung
Das Projekt

Waschwasser-Aufbereitung in einer Gleisbehandlungsanlage (System Knape GSG). Die zuvor genannte Planumsverbesserungsmaschine mit Schotteraufbereitungs- und Schotterwaschanlage wurde mit einer Waschwasser-Aufbereitungsanlage ausgerüstet. Der Schotter wird ausgebaut, aufbereitet und gewaschen und am Ende des Zuges wieder in die Trasse eingebaut.

Bei dieser Schotter-Aufbereitung mittels Waschsieb wird das Waschwasser mit feinen Schmutzpartikeln wie Schotterabrieb, Staub, Erde usw. verschmutzt. Die Waschwasser-Aufbereitungsanlage soll diese Verschmutzungen wieder aus dem Wasser abtrennen, um eine Kreislaufführung des Mediums zu gewährleisten.

Impressionen
Funktionsbeschreibung

Das Schmutzwasser wird zur Aufbereitungsanlage gepumpt. Zur besseren Abtrennung von Feinstpartikeln wird vor dem Schrägklärer Flockungshilfsmittel (FHM) zudosiert.

Im Schrägklärer wird das Medium nach unten umgelenkt und verteilt sich unterhalb der Lamellen über die gesamte Lamellenfläche. Das Medium strömt durch die Lamellen nach oben, die Schmutzpartikel lagern sich auf den Lamellen ab und rutschen nach unten in den Schlammraum. Das gereinigte Waschwasser strömt nach oben über die Lamellen hinaus in die Auslaufrinnen. Der abgesetzte Schlamm wird durch einen Kratzer ausgetragen. Der Schlamm wird in eine Schlammvorlage und dann durch eine Pumpe zur Entsorgung gefördert. Das Klarwasser wird in einer Klarwasser-Vorlage gesammelt und durch die Spülpumpe zur Schotterwaschanlage gepumpt.

Durch die Vorgabe des Einbaus der Aufbereitungsanlage in einen gleisfahrbaren Teil der Gesamtmaschine mussten bei der Konstruktion diese speziellen baulichen Gegebenheit natürlich beachtet werden. Durch ihre großen Erfahrungen im Bereich des Spezial-Anlagenbaus konnte die Firma Leiblein dies verwirklichen.

Inbetriebnahme
2003

Auftraggeber
Eurailpool GmbH

Reinigung von Oberflächenwasser aus einem Steinbruch
Das Projekt

Das im Bereich eines Steinbruchs anfallende Oberflächenwasser ist mit mineralischen Feinpartikeln belastet und soll vor dem Ablauf in einen Vorfluter gereinigt werden.

Funktionsbeschreibung:

Das Oberflächenwasser wird über bauseits vorhandene Rinnen zu einem Pumpensumpf gefördert. Von hier aus wird gleichmäßig mit einer Pumpe, Fördermenge von 72 m³/h, zu dem Leiblein Schrägklärer gefördert. Das bei starken Regenfällen überschüssige Wasser wird über einen Notüberlauf direkt in den Fluß geführt.

Im Leiblein Schrägklärer werden die mineralischen Partikel als Schlamm abgesetzt. Das gereinigte Wasser fließt über das bauseits vorhandene Absetzbecken in den Vorfluter. Der Schlamm aus dem Schrägklärer wird von Zeit zur Zeit abgelassen und mit einer Radladeschaufel abgeführt.

Inbetriebnahme
2002

Aufbereitung von Sandwaschwasser
Das Projekt

Ein Betrieb (Firma Müller Adam u. Klüber Nachfolger KG, 36124 Eichenzell) in der Rhön, einer Gegend ohne natürliche Sandvorkommen, stellt aus Sandstein Brechsand her. Um den steigenden Qualitätsanforderungen gerecht zu werden, wurde eine Schöpfrad-Sandwaschanlage installiert. Das erforderliche Waschwasser wird mit einer Leiblein Schrägklärer-Anlage gereinigt und im Kreislauf gefahren.

Impressionen
Funktionsbeschreibung

Das mit abschlämmbaren Stoffen belastete Wasser aus der Sandwäsche fließt im freien Gefälle in eine Pumpvorlage.

Mit einer Kreiselpumpe für abrasive Medien wird das Abwasser mit einer Menge von 50 m³/h zum Schrägklärer gefördert. In die Verbindungsrohrleitung wird über eine Mischstrecke ein hierfür geeignetes Flockungshilfsmittel zudosiert. Hierdurch wird erreicht, dass feinste Partikel (Lehmteilchen und feinster Sandabrieb) zu gut absetzbaren Flocken gebildet werden. Diese setzen sich im Schlammtrichter des Schrägklärers ab und werden von hier aus zu einem Schlammteich zur weiteren Entwässerung gefördert.

Das gereinigte Abwasser fließt in freiem Gefälle in einen sich unter der Erde befindlichen Reinwassertank und wird von hier aus wieder der Waschanlage zugeführt. In diesem Tank wird auch über eine Schwimmersteuerung Frischwasser ergänzt.

Inbetriebnahme
2000

Auftraggeber
Müller & Klüber Nachf. GmbH & Co. KG

Feinsandrückgewinnung mit dem Schrägklärer
Das Projekt

Der Schrägklärer als Beispiel für eine ideale Feinsandrückgewinnung. Bei der Nassaufbereitung von Sand fällt Spülwasser an. Diese Wasser enthält noch sehr große Mengen an Feinsand. Die Rückgewinnung dieses Feinsands bietet folgende Vorteile:

  • Verminderung der Aufbereitungsverluste
  • hohe Lagerstättenausbeute
  • Erhöhung der Sandproduktion
  • Reduzierung des Schlammes bei der Wasseraufbereitung
Impressionen
Funktionsbeschreibung

Das mit Feinsand und anderen Schmutzstoffen belastete Waschwasser wird in den Schrägklärer gefördert. Die Klärflächenbelastung wurde so gewählt, dass nur Partikel abgeschieden werden, die eine bestimmte Größe überschreiten. Feinere Partikel wie z.B. Lehm werden mit dem Klarlauf wieder mit ausgetragen.

Der abgeschiedene Feinsand sammelt sich im Schlammtrichter und wird zur weiteren Entwässerung auf eine Siebanlage aufgebracht.

Inbetriebnahme
2001

Waschwasserkreislaufführung in einem Schotterwerk
Das Projekt

Waschwasserkreislaufführung ohne Flockungsmittel in einem Schotterwerk mit Hilfe eines Lamellenabscheiders. Zur Herstellung von hochwertigem Betonsplitt benötigt man viel Waschwasser für die Bebrausung. Dieses Waschwasser kann im Kreislauf geführt werden, wenn es permanent gereinigt wird. Dafür eignet sich ein Schrägklärer (Lamellenabscheider).

Das Waschwasser, belastet mit Feinpartikeln und mineralischen Bestandteilen, wird dem Lamellenabscheider zugeführt und die Partikel werden mittels lamellar angeordneten, schräg stehenden Wabenlamellen abgetrennt. Das so gereinigte Waschwasser gelangt wieder in den Wasserkreislauf.

Im unteren, zum Trichter geformten Ende des Schrägklärers bilden die abgetrennten Schlammpartikel ein Schlammsediment, das einfach abgelassen oder abgepumpt werden kann. Unterstützend kann sich hier ein langsam laufendes Rührwerk auswirken, welches ein Verbacken des Schlammes verhindert und für eine breiige, fließfähige Konsistenz sorgt.

Bemerkenswert ist, dass eine Zugabe von Flockungsmitteln nicht erforderlich ist, das Wasser also keinerlei chemische Veränderung erfährt. Für eine weitere Trocknung können bei Bedarf von Leiblein ergänzende Verfahren empfohlen werden.

Impressionen
Fallbeispiel einer Splittwaschanlage

In diesem Anwendungsfall ergab sich ein gutes Trennergebnis bei einer Klärflächenbelastung von weniger als 0,7 m/h.

Klärfläche Schrägklärer150 m2
Durchsatz100 m3/h
Feststoffgehaltmax. 2t/h
Schlammvolumenca. 6,5 m3/h

Bei einem Durchsatz von 100 m³/h und einer Klärfläche von 150 m² ergibt sich eine Klärflächenbelastung von ca. 0,67 m/h. Das Sediment besteht zu ca. 30% aus Feinsplitt und zu ca. 70% aus mineralischen Bestandteilen. Der Feststoffgehalt des abgezogenen Schlammes liegt bei ca. 30%.

Inbetriebnahme
2002

Waschwasseraufbereitung und Schlammentwässerung Leiblein Produkte für die Kies- und Sandindustrie

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