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Filtertechnologie trifft Steintechnologie für optimierte Prozesswasseraufbereitung

Jogerst Steintechnologie ist einer der Großen in der Natursteinbranche. Im Südwesten Deutschlands, am Rande des Schwarzwaldes in Oberkirch, sorgt eine hochtechnisierte Wertschöpfungskette, dass Naturstein für viele Einsatzfelder bearbeitet, geformt und gestaltet wird. Nicht nur in der Restaurierung von Kulturgütern und bei Denkmälern oder Grabsteinen, immer öfter finden Natursteinlösungen auch ihren Platz in anspruchsvoller Hochbau- und Innenarchitektur. Ein Fanal für das Entwicklungspotential, das dem Naturstein innewohnt, stellt das innovative, einzigartige Verfahren zur Herstellung von verformbaren Echtsteinfurnieren aus Hartgestein aus den Tiefen der Erde dar.

Jogerst ist weltweit das  einzige Unternehmen, das Produktentwicklern und Designern damit die Tür zu neuen Dimensionen und Welten öffnet. Der dort praktizierte und hohe Anspruch an Leistungsoptimierung nimmt ebenfalls die Betriebskosten ins Visier und schließt die Bewahrung von Umweltstandards wie selbstverständlich mit ein.

Steinbearbeitung geht einher mit einem hohen Einsatz von Prozesswasser. Hierbei eine effektive und effiziente Abwasseraufbereitung zu erzielen und dabei den Zusatz von Frischwasser drastisch zu reduzieren, war ein erklärtes Ziel.

Dabei musste die neue Filtertechnik mit der Aufstellfläche auskommen, die das bisherige System von Sedimentations-Absetzturm und Kammerfilterpresse zur Schlammentwässerung – in die Jahre gekommen und an der Kapazitätsgrenze angelangt – zur Verfügung hatte.

Mit dem Hardheimer Filterspezialisten Leiblein und seinem Filtersystem von Lamellenklärer zur Sedimentation sowie einen Vakuumbandfilter (VBF) zur weiteren Entwässerung wurden optimale Filterergebnisse erreicht, die auch für eine Steigerung des Prozesswasseranfalls in Zukunft gerüstet erscheinen.

Impressionen

Die Abwasserreinigung im Überblick

Ausgehend von verschiedenen Anfallstellen gelangt das Schmutzwasser in eine zentrale Sammelgrube und wird niveauabhängig dem Schrägklärer zugeführt. Dieser – auch Lamellenklärer genannt – führt eine Sedimentation durch, sodass das gereinigte Wasser, mit Gefälle geführt, zur Weiterverwendung in eine Klarwassergrube fließt. Je nach Durchsatz und Feststoffgehalt optimiert ein zugegebenes Flockungshilfsmittel den Sedimentationsprozess. Doch damit nicht genug. Auch die letzten Wasserreste der im Schrägklärer abgesetzten Stoffe – dort als Dünnschlamm vorliegend – sollen für den Wasserkreislauf aufbereitet werden. Hier leistet der Vakuumbandfilter (VBF) ganze Arbeit. Die Entwässerung ist hierbei so effektiv, dass praktisch nur die geringen Anhaftungen von Wasser an dem sich ergebenden Filterkuchen wieder durch Frischwasser zu ergänzen sind.

Hoher Wirkungsgrad bei Lamellenklärer

Die Umlenkung des Schmutzwassers vom Einlaufkanal lässt es durch ein Lamellenpaket nach oben steigen. Auf diesem Weg sinken die Schwebstoffe auf die schräggestellten Lamellen (Sedimentation) und rutschen in den Schlammtrichter. Auch kleinste Trübstoffe lassen sich darüber hinaus mit geringen Zugaben von Flockungshilfsmitteln fixieren und dem Wasser entziehen. Das gefilterte Wasser ist jetzt wieder für den Prozesswasserkreislauf einsetzbar.

Weitere Prozesswassergewinnung durch Vakuumbandfilter (VBF)

Die nachgeschaltete Reinigung des Dünnschlamms im Vakuumbandfilter erhöht deutlich die Rückgewinnung von gereinigtem Prozesswasser. Hierbei setzt Leiblein konsequent weiter auf das Prinzip der schrägen Ebene und erzielt mit Unterdruck beste Filterergebnisse.

Das Endlosfilterband aus Edelstahl wird als schräge Ebene geführt, dabei im unteren Bereich über die gesamte Breite ins Schmutzwasser eingetaucht, während im oberen Sektor die Entwässerung einsetzt. Schmutzpartikel hält das Filterband zurück, ein Filterkuchen baut sich unter Einfluss eines leichten Unterdrucks standfest auf.

Mit Anstieg des hierdurch ausgelösten Durchflusswiderstandes steigt der Wasserspiegel bis zu einem Niveau ab dem ein integrierter Schwimmschalter den Antrieb steuert. Mit dem Heraufziehen des Filterbandes erfolgt das Abstreifen des Sedimentteppichs zur weiteren Entsorgung. Im Anschluss daran sorgen eine Bürstenwalze und Spüleinrichtung für ein sauberes Filterband, bereit für einen erneuten Filterprozess.

Die hohe Durchsatzleistung, eine lange Lebensdauer durch Edelstahlfilter sowie keine Verbrauchsmaterialien und ein vollautomatischer Betrieb ohne Personal und seine Kosten führen auch mit dieser Filterstufe bei Jogerst Steintechnologie zu anerkannt guten Ergebnissen der mechanischen Filtertechnologie von Leiblein.

Redaktion: Klaus Bucher

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