Leiblein setzt sich für Hardheims Wahrzeichen ein

Donnerstag, den 22. Januar 2009 um 10:54 Uhr

Seit dem Jahr 1974 war das Modell der Europa-Rakete Ariane 1 im Maßstab 1:2 auf der Walter-Hohmann-Höhe am Ortseingang ein Wahrzeichen Hardheims. Oft ist auf die Frage der Herkunft zu hören „Hardheim, das ist doch da, wo die Rakete steht.”

Seit bei einem Sanierungsversuch das Modell wegen starker Korrosion zusammenbrach und nicht mehr reparabel war, suchten viele Initiatoren, darunter Hardheimer Firmen, Einzelpersonen oder Institutionen, wie auch die eigens gegründeten „Wurmberg-Rockets” und der Museumsverein nach einer Ersatzbeschaffung.

Seit beim „11. Tag der Raumfahrt-Geschichte” im „Hermann-Oberth Raumfahrt-Museum” in Feucht bei Nürnberg im Juni 2007 über eine Lösungsmöglichkeit erneut diskutiert wurde, gab es neue Pläne für ein Raketenmodell in Form eines Denkmals. Aufbauend auf einem ersten Entwurf des Hardheimer Kunstschaffenden Werner Blaschke wurde von dem Hohmann-Enkel Professor Dr. Hasso Hohmann (Graz) ein überarbeiteter Entwurf vorgelegt. In Potsdam fand ein Gespräch mit dem Hohmann-Enkel Dr. Volker Hohmann statt, um ebenfalls das Projekt
„Hohmann-Denkmal” zu erörtern.

Alex Leiblein und Michael Maier von der Hardheimer Firma Leiblein GmbH erstellten eine Konstruktionszeichnung und ermittelten die Kosten. Auf Initiative von Bürgermeister Heribert Fouquet fertigte die Firma Leiblein GmbH ein Miniatur-Hohmann-Denkmal aus Edelstahl mit einer Höhe von 1,30 Meter an, welches beim Partnerschaftstreffen mit der Schweizer Patengemeinde Müntschemir im September 2008 in Müntschemir als sehr originelles Gastgeschenk übergeben wurde und großen Anklang fand.

So soll das Raketenmodell aussehen:

So soll das Raketenmodell aussehen

Die Konstruktionspläne für das neue Hohmann-Denkmal erstellten Alex Leiblein, Thomas Dutz und Michael Maier von der Leiblein GmbH. Bei weiteren Treffen wurden die Pläne im kleinen Kreis der Aktiven besprochen und überarbeitet. Inzwischen hat Thomas Dutz (Röllbach)
die Statik berechnet und die Firma Leiblein hat die endgültigen Pläne vorgelegt. Diese sehen eine 10,8 Meter hohe Rakete aus Edelstahl auf einem drei Meter hohen Sockel, welcher den „Rückstoßstrahl” darstellt, vor. Um die Rakete kreisen drei Hohmann-Bahnen mit den dazu gehörenden Planeten.

(Fränkische Nachrichten, 22.01.2009)

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