Kies- und Sandindustrie

Durch steigende Anforderungen an die Reinheit von Baustoffen wird das Waschen von Kies, Sand, Splitt und Baustoffrecyclingmaterial erforderlich.

Hierzu wird Wasser verwendet, das durch das Waschen verschmutzt wird. Um es mehrfach verwenden zu können, muss es gereinigt werden.

Oftmals werden große Mengen an Frischwasser zum Waschen verwendet. Das verschmutzte Wasser fließt danach in einen Absetzteich, die groben Verschmutzungen sedimentieren und das grob gereinigte Wasser wird teilweise wieder verwendet, der Rest ist Abwasser. Der Absetzteich muss regelmäßig mit großem Aufwand ausgebaggert werden.

Vorteile der Wasseraufbereitung:

  • kompakte Bauform, geringer Platzbedarf
  • verminderter Frischwasserbedarf, -kosten
  • durch Schlammentwässerung mit Presse oder Dekanter ist stichfester Schlamm möglich
  • entwässerter Schlamm kann als Schüttgut transportiert und verbaut werden
  • bei ausreichendem Platzangebot besteht auch die Möglichkeit Spülteiche zu verwenden
  • geringer Bedien-, Wartungs- und Reinigungsaufwand
  • störungsfreier Betrieb, gute Waschwirkung durch sauberes Waschwasser
  • geringer Energieaufwand
  • geringer Bedarf an Flockungshilfsmittel
  • kaum Verschleiß
  • Möglichkeit der zusätzlichen Feinsandabtrennung, Gewinnung zusätzlicher Wertstoff

Das Hauptaggregat zur Reinigung des Waschwassers ist der Schrägklärer. Beim Durchströmen der Lamellen sinken die Partikel auf die Lamellen (Sedimentation). Von dort rutschen sie als Schlamm in den Schlammtrichter und können abgepumpt werden. Das gereinigte Wasser fließt oben über ein Wehr in den Klarwassertank. Von hier wird es zur Waschanlage gepumpt.

Für die weitere Entwässerung des Schlammes gibt es verschiedene Möglichkeiten. Welche Möglichkeit die günstigste ist hängt vom konkreten Anwendungsfall ab.

Verfahren zur Schlammentwässerung

Die erste Möglichkeit ist die Anlage eines Spülteichs. Die Investitionskosten sind relativ günstig, da der Teich in der Regel mit vorhandenen Maschinen (z.B. Radlader) angelegt werden kann. Für Spülteiche wird viel Fläche benötigt, es sind mehrere Teiche nötig, damit der Schlamm ordentlich entwässern kann. Nach der Entwässerung muss der Schlamm mit einem Radlader ausgetragen werden. Der größte Teil des Wassers aus dem Schlamm versickert und kann nicht wiederverwendet werden.

Die zweite Möglichkeit ist die Entwässerung durch eine Dekanter-Zentrifuge. Die Zentrifuge arbeitet automatisch und i.d.R. ohne größeren Betreuungsaufwand. Der entwässerte Schlamm ist stichfest bis gelartig. Ein Nachteil des Dekanters ist der hohe Energieaufwand und nicht zu unterschätzende Kosten für Wartung und Ersatzteile.

Die dritte Möglichkeit ist die Entwässerung durch eine Bandfilterpresse. Diese arbeitet automatisch, der Schlamm wird stichfest auf eine Halde abgeworfen und kann von Zeit zu Zeit mit dem Radlader abtransportiert werden. Für Bandfilterpressen ist eine optimale Flockung von entscheidender Bedeutung. Bei Änderungen des Aufgabematerials oder des Feststoffgehalts muss die Flockung nachjustiert werden. Es ist also ein gewisser Betreuungsaufwand erforderlich.

Die vierte Möglichkeit ist die Entwässerung durch eine Kammerfilterpresse. Damit kann der höchste Feststoffgehalt erreicht werden. Eine Kammerfilterpresse arbeitet Chargenweise. Zu Beginn der Beschickung wird ein hoher Volumenstrom eingetragen, zum Ende hin immer weniger, dafür erhöht sich der Druck. Ist der maximale Druck erreicht, wird die Beschickung gestoppt und die Presse geöffnet. Die Filterkuchen fallen heraus auf eine Halde. Bei einer Kammerfilterpresse kann im günstigsten Fall von Flockungshilfsmittel verzichtet werden, der Energieaufwand ist mäßig. Die Presse arbeitet automatisch, es ist jedoch mit einem gewissen Betreuungsaufwand zu rechnen, da sich die Filterkuchen nicht immer vollständig von den Tüchern lösen.

Schlammentwässerung mit Produkten der Leiblein GmbH

Die Leiblein GmbH stellt die erforderlichen Aggregate für die Aufbereitung von Schmutzwasser selbst her (z.B. Schrägklärer). Die Aggregate zur Schlammentwässerung stellen wir nicht selbst her. Daher können wir Ihnen eine unabhängige Beratung bieten und die für Ihre Anwendung sinnvollste und maßgeschneiderte Lösung ermitteln. Das kann z.B. so aussehen, dass wir nur die Kernkomponenten (z.B. Schrägklärer) liefern und die weiteren Komponenten bauseits ergänzt werden. Alternativ liefern wir Ihnen die komplette Wasser- und Schlammaufbereitungsanlage.

Unsere Referenzen

Nachfolgend möchten wir Ihnen einen kleinen Überblick über die von uns in der Branche ausgeführten Projekte geben. Gerne erläutern wir Ihnen unsere Lösungen auch in einem persönlichen Gespräch.

Leiblein GmbH – Lösungen für die Kies- und Sandindustrie

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