Glas / Keramik / Naturstein

Wasseraufbereitung für Glas-Schleif- und Kratzerwasser, die Ziegel- und Naturstein-Bearbeitung und die Ziegel- und Keramik-Herstellung.

Wasseraufbereitung in der Glasindustrie

Bei Werkzeugwechseln oder Störungen wird die Glasproduktion in die s.g. Kratzerbecken eingelassen. Durch die schlagartige Abkühlung zerplatzen die Glastropfen. Die größeren Glassplitter werden durch den Kratzer ausgetragen. Die feineren Glaspartikel verbleiben als Trübstoffe im Wasser. Von den Werkzeugen werden teilweise auch Öle und Fette in das Kühlwasser eingetragen.

Die Schmutzstoffe im Wasserkreislauf verursachen Ablagerungen an Kühltürmen, Rohrleitungen, Wärmetauschern usw. Außerdem verursachen sie einen hohen Verschleiß in der Anlage, z.B. an Pumpen. Die Öle und Fette führen zu ungleichmäßiger Kühlung. Die Verschmutzungen führen letztendlich zu Problemen bei der Absalzung, bzw. die Einleitwerte in die Kanalisation überschreiten oft die geltenden Grenzwerte.

Durch kontinuierliche Reinigung des Kühlwassers durch einen Schrägklärer werden die Partikel entfernt und Öle und Fette aufkonzentriert. Die Partikel sammeln sich im Schlammtrichter und werden z.B. in einen Entwässerungs-Container abgelassen. Die Öle werden von der Wasseroberfläche abgepumpt und durch einen Koaleszenzabscheider ausgetragen.

Vorteile der Aufbereitung von Kratzerwasser

  • Einsparung von Frisch- und Abwasserkosten
  • getrennte Entsorgung / Verwertung von Öl und Glasschlamm
  • Einhaltung der Ablaufwerte
  • Umweltentlastung durch geringere Mengen Frisch- und Abwasser, kein Öl im Abwasser
  • Wiederverwendung Glasabfälle
  • geringerer Aufwand für Reinigung und Wartung
  • erhöhte Prozessstabilität, störungsfreier Betrieb
  • kein ausbaggern der Wasserbecken erforderlich
  • kompakte Bauform, geringer Platzbedarf

Eine weitere Anwendung ist die Reinigung von Glasschleifwasser. Hier liegen ähnliche Partikel wie oben vor, jedoch i.d.R. ohne Öle und ohne höhere Temperaturen. Für diese Anwendung können neben dem Schrägklärer auch Schrägfilter, Endlos- und Vakuumbandfilter zum Einsatz kommen.

Neben der Lieferung der selbst gefertigten Geräte ist auch die Installation kompletter Anlagen und sonstiger Komponenten (z.B. Pumpstationen, Kühltürme) möglich. Durch unsere jahrelange Erfahrung auf den Gebieten der Prozess- und Abwasserbehandlung sind wir Ihr kompetenter Ansprechpartner.

Keramik-, Beton- und Ziegelindustrie, Naturstein

Bei der Herstellung von Keramik- und Ziegel-Produkten fallen an den verschiedensten Stellen Prozesswässer an:

  • Aufbereitung von Kühlwasser für Sägen, Fräsen und Schleifen der ausgehärteten Werkstücke
  • Aufbereitung von Waschwasser nach dem Reinigen der Produktionsanlagen
  • Aufbereitung von Engobe-Wasser
  • Aufbereitung von Wasser aus der Formherstellung (z.B. Gipsformen für Dachziegel).

Zum Kühlen der Werkzeuge (Säge, Fräse, etc.) wird Wasser verwendet. Während der Bearbeitung werden Schmutzstoffe ins Wasser eingetragen. Um das Wasser erneut verwenden zu können, muss es gereinigt werden.

Bei der Herstellung von Feuerfest-Steinen, Schamott-Kaminelementen etc. wird der Feuerfest-Beton in Formen gegossen. Nach Schichtende müssen die Produktionsanlagen gereinigt werden. Das verschmutzte Waschwasser wird in einer Grube gesammelt und muss aufbereitet werden. Das heißt, die Beton-Bestandteile müssen entnommen und unschädlich entsorgt bzw. zur Wiederverwendung aufbereitet werden. Der Beton würde sonst abbinden und Becken und Kanäle verblocken.

Zur Produktion von Dachziegeln wird die Tonmasse in einer Gipsform gepresst. Die Gipsformen haben jedoch nur eine begrenzte Lebensdauer und müssen dann durch neue Formen ersetzt werden. Dabei wird der Gips mit einem Hochdruck-Wasserstrahl aus der Stahlform herausgespült. Dieses Spülwasser ist anschließend mit groben Gipsbrocken und feinsten Stäuben belastet. Vor Einleitung in den Kanal oder Wiederverwendung muss dieses Wasser gereinigt werden.

Auch beim Sägen und Polieren von Natursteinen wird Kühlwasser eingesetzt. Der Grund ist einerseits die Kühlung der Werkzeuge und zum zweiten die Ableitung der Schleif- und Sägepartikel. Bisher werden zur Aufbereitung des Wassers entweder Container-Kaskaden oder Absetzteiche eingesetzt. Die Klarwasser-Qualität ist dabei sehr mäßig, da die feineren Trübstoffe kaum abgeschieden werden und dementsprechend ein hoher Frischwasserbedarf erforderlich ist. Der zweite Nachteil ist der schlecht entwässerte Schlamm, der nur mit großem Aufwand transportiert bzw. ausgebaggert werden kann.

Die Leiblein-Wasseraufbereitung zeichnet sich durch folgende Vorteile aus:

  • Einsparung von Frisch- und Abwasserkosten durch Kreislaufführung
  • Einhaltung der Ablaufwerte (bei Abwasser)
  • evtl. Wiederverwendung Schlamm
  • geringerer Aufwand für Reinigung und Wartung
  • erhöhte Prozessstabilität, störungsfreier Betrieb
  • geringe Abrasion und Anbackungen in Rohrleitungen und Kanälen
  • kein Ausbaggern der Wasserbecken erforderlich
  • kompakte Bauform, geringer Platzbedarf

Das Hauptaggregat zur Reinigung des Wasch- oder Kühlwassers ist der Schrägklärer. Beim Durchströmen der Lamellen sinken die Partikel auf die Lamellen (Sedimentation). Von dort rutschen sie als Schlamm in den Schlammtrichter und können abgepumpt werden. Das gereinigte Wasser fließt oben über ein Wehr z.B. in den Klarwassertank.

Zur Abscheidung von groben Stückchen (z.B. Gipsbrocken) empfiehlt es sich vorab einen Feststoffabscheider einzusetzen.

Der Schlamm aus dem Schrägklärer kann bei kleinen Mengen über Entwässerung-Container oder Entwässerungs-Säcke / -Big-Bags eingedickt werden. Bei großen Mengen bietet sich eine Kammerfilterpresse an.

Sofern auch Öle und Fette im Prozesswasser vorliegen, werden diese durch den Schrägklärer kompaktiert und sammeln sich als Schwimmdecke auf der Wasseroberfläche. Von hier können sie abgeskimmt und durch einen Koaleszenzabscheider ausgetragen werden. Bei sehr heißen Medien können die Aggregate auch aus Edelstahl hergestellt werden.

Neben der Lieferung der selbst gefertigten Geräte ist auch die Installation kompletter Anlagen und sonstiger Komponenten (z.B. Schlammpressen) möglich. Durch unsere jahrelange Erfahrung auf den Gebieten der Prozess- und Abwasserbehandlung sind wir Ihr kompetenter Ansprechpartner.

Unsere Referenzen

Nachfolgend möchten wir Ihnen einen kleinen Überblick über die von uns in der Branche ausgeführten Projekte geben. Gerne erläutern wir Ihnen unsere Lösungen auch in einem persönlichen Gespräch.

Leiblein GmbH – Lösungen für die Glas-, Keramik- und Naturstein-Industrie

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